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„Der Sieg ist für dich Opa – kämpfe weiter!“

08.08.2021 • 16:49 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Großer Jubel bei Jorge Martin
Großer Jubel bei Jorge Martin AFP

Jorge Martin widmete Erfolg seinem kranken Großvater.

Der Jubel bei Jorge Martin kannte nach seinem Premierensieg in der MotoGP keine Grenzen. Für den Spanier ging es zum ersten Mal auf das oberste Treppchen. Ein Sieg, der Lust auf mehr macht, meinte der 23-Jährige nach dem Rennen. „Mit diesem Sieg komme ich meinem großen Ziel, dem Gewinn einer Weltmeisterschaft, wieder einen Schritt näher.“ Martin fährt erst seit dieser Saison in der Motorrad-Königsklasse und bewies in Spielberg schon echte Nervenstärke. „Ich kann es noch gar nicht glauben. Der Sieg ist für dich Opa. Kämpfe weiter!“, widmete er den Erfolg seinem Großvater, der krankheitsbedingt im Krankenhaus liegt.

Auf Platz zwei folgte mit Joan Mir der amtierende Weltmeister. Er war nicht restlos zufrieden. „Leider haben ein paar Zentimeter zum Sieg gefehlt. Wir haben an diesem Wochenende aber einen super Job gemacht und waren immer voll da. Jetzt müssen noch mehr pushen und uns voll auf das nächste Rennen konzentrieren„, erklärte er. Der WM-Führende Fabio Quartararo freute sich hingegen ausgelassen über Platz drei. „Für uns ist das ein super Tag. Das Podium war das größtmögliche Ziel und das haben wir erreicht. Ich freue mich richtig.“

Bei KTM blickte man gespalten auf das erste Rennwochenende zurück. Beim Heimrennen gab es einen vierten Platz von Brad Binder. „Wir sind sehr froh über die Position von Brad. Nach den Trainings war das so nicht absehbar. Er ist ein unglaubliches Rennen gefahren, vor allem in der zweiten Hälfte“, meinte Mike Leitner, der sich logischerweise über den Ausfall von Miguel Oliveira ärgerte. „Leider hat Miguel aufgrund des Vorderreifens aufgeben müssen, das ist schon enttäuschend. Dafür ist Dani auf der zehnten Position unglaublich, wenn man bedenkt, dass er als Wildcard-Fahrer antrat.“ Vorjahressieger Oliveira erklärte nach dem Rennen seinen Ausfall: „Hinter Brad wurden die Vibrationen am Vorderreifen so stark, dass ich aufgeben musste. Ich bin wirklich sehr enttäuscht, es fühlt sich so an, als wäre der ganze Aufwand umsonst.“

Pedrosa wünschte seinem Kollegen Lorenzo Savadori nach dem Crash alles Gute und bedankte sich auch für die Unterstützung. „Danke an die Fans, ich hoffe sie haben es richtig genossen.“ Brad Binder haderte indes mit den Reifen. „Für uns sind sie viel zu weich, sie müssten viel härter sein. Am Anfang hatte ich auch fast keine Temperatur in den Reifen, da hat es sich angefühlt, als würde ich im Nassen fahren.“