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Kroatien: ÖAMTC warnt vor Betrugsmasche

04.08.2021 • 13:45 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Kroatien: ÖAMTC warnt vor Betrugsmasche
ÖAMTC warnt vor Betrugsmasche in Kroatien, die auch aus Slowenien und Serbien bekannt ist. Symbolbild/Shutterstock

ÖAMTC warnt Kroatienreisende vor Pannenhilfe-Piraterie auf Autobahn.

Viele österreichische Reisende zieht es im Sommer an die kroatische Küste. Auch Dieter S. aus Niederösterreich verbrachte den Urlaub mit seiner Familie dort. Bei der Rückreise nach Österreich jedoch, unterwegs auf der kroatischen Autobahn, hatte das Auto einen Motorschaden und „blieb liegen“.

Zufällig fuhr hinter der Familie ein kroatischer Abschleppdienst, der sofort seine Dienste anbot. Deswegen kontaktierte der Reisende, der auch ÖAMTC-Mitglied ist, auch nicht den Autofahrerclub. Der dortige Abschleppdienst brachte das schadhafte Fahrzeug jedoch nicht zur nächstgelegenen und auch nicht zur übernächsten, sondern in eine rund 100 Kilometer weit entfernte Werkstätte.

750-Euro-Rechnung

Die Familie erhielt daraufhin eine Rechnung in Höhe von etwa 750 Euro. Dem Mitglied wurde vom Abschleppdienst mitgeteilt, es sei kein Problem, dass er mehr verlange, weil der ÖAMTC angeblich die hohen Kosten zur Gänze übernimmt.

Tipps bei verdächtigen Pannenhelfern

Verlässlichen Partner kontaktieren: Am besten meldet man sich unverzüglich und vor einer Abschleppung bei der Schutzbrief-Nothilfe, wenn man ihn bei einem Autofahrerclub abgeschlossen hat.

Gesundes Misstrauen: Aussagen, dass mit österreichischen Autofahrerclubs wie dem ÖAMTC oder dem ARBÖ kooperiert wird und dieser die Kosten übernimmt, besser keinen Glauben schenken.

Preis vorab klären: Muss man die Hilfe des unbekannten Abschleppdiensts in Anspruch nehmen (z. B. weil die Zeit drängt), ist es wichtig, vorab die Höhe der Kosten zu klären.

„Dieses Piraterie-Vorgehen betrifft insbesondere touristische Routen zum Meer – etwa die in Kroatien liegenden Teile der Strecken Graz–Zadar und Villach–Zadar. Aber auch aus Serbien und Slowenien wurden uns bereits ähnliche Fälle gemeldet“, fasst ÖAMTC-Juristin Verena Pronebner zusammen. „Die Vorgehensweise lässt vermuten, dass fragwürdige Firmen auf der Strecke patrouillieren und dann im Pannenfall schnell zur Stelle sind.“