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ELGA: „Nur nicht huddeln.“

16.06.2021 • 12:39 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
++ HANDOUT ++ CORONA: ILLUSTRATION ZERTIFIKAT GRUeNER PASS
++ HANDOUT ++ CORONA: ILLUSTRATION ZERTIFIKAT GRUeNER PASS APA/BMSGPK

ELGA-Chef Leischt setzt sich gegen zu viel Druck aus der Politik zur Wehr.

„Nur nicht hudeln“ – so lautet sinngemäß der Appell von Franz Leisch von der ELGA GmbH. Die „Presse“ befragte ihn zur Ursache der Verzögerungen bei Impfdaten und Grünem Pass, und ELGA-Chef Leisch wehrt sich gegen den Druck:

„Es ist eine Frage von Tagen bis die Impfzertifikate in den Grünen Pass integriert werden können. Das wird aber erst der Fall sein, wenn wir alle Funktionen auf Herz und Nieren getestet haben“, sagt Leisch. „Da dürfen wir uns auch von der Politik nicht unter Druck setzen lassen“, meint er, „denn wenn etwas passiert, ist es unsere Schuld“, so Leisch gegenüber der „Presse“.

Es sei alles fast fertig, aber gerade bei den hochsensiblen Impfdaten dürfe kein Fehler passieren. Die Qualitätssicherung dauere nun einmal meist länger als die Entwicklung selbst.

Schätzungsweise 0,5 Prozent der 6,3 Millionen Einträge im Impfpassregister seien fehlerhaft, aber bei einem Projekt dieser Größenordnung sei das normal und an der Fehlerkorrektur werde gearbeitet, alle betroffenen Institutionen seien bereits gut miteinander vernetzt.

Ab August soll zudem eine eigene Impfass-App online gehen: Sie soll künftig nicht nur die Coronazertifikate enthalten (getestet, genesen, geimpft) sondern auch alle anderen eingetragenen Imfpfungen, von der Zecken bis zur Hepatitis-Impfung, inklusive Erinnerung an die nötige Auffrischung. Aus Gründen der Datensicherheit werde die App mit der Handysignatur gesichert, so Leisch.