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Siegfried Wolf kauft MAN-Werk nun doch

10.06.2021 • 12:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Siegfried Wolf
Siegfried Wolf (c) FOTOKERSCHI.AT / KERSCHBAUMMAYR (FOTOKERSCHI.AT / KERSCHBAUMMAYR)

Nach Ablehnung durch Belegschaft gibt es nun doch einen Durchbruch.

Insider berichteten in den letzten zwei Wochen, „dass es verdächtig still geworden ist, rund um die Rettung des MAN-Werks in Steyr“. Das wurde vielfach als Indiz gewertet, dass eine Entscheidung über die Rettung „nahe sein dürfte“, denn im Hintergrund wurde freilich stets weiterverhandelt. Jetzt ist klar: Siegfried Wolf kauft das Werk in Steyr, das MAN schließen will, nun doch. Laut einem Bericht der „Oberösterreichischen Nachrichten“ wurden die Verträge bereits unterzeichnet.

Wie berichtet, sollen 1250 Arbeitsplätze erhalten bleiben, auch die 160 Lehrlinge bleiben an Bord. Wie von Wolf vor einigen Wochen in Aussicht gestellt, sollen zudem 150 weitere Arbeitsplätze über eine Arbeitsstiftung mit Forschungshintergrund gesichert werden. Für mehr als 130 Beschäftigte soll es zudem eine Altersteilzeitlösung geben. Rund 500 Jobs fallen dennoch weg, das „Abfindungspaket“ im Sozialplan soll nun – entgegen dem ersten Angebot – aber etwas höher dotiert werden. Sie Betroffenen sollen „nach dem deutschen Modell in der Nettoausgleichszahlung“ gleichgestellt werden.

„Zu Mittag startete eine Aufsichtsratssitzung bei MAN SE – dort fasst der Verkäufer den formalen Beschluss. Der Kauf soll rückwirkend mit 1. Juni abgewickelt werden“, berichten die Oberösterreichischen Nachrichten. Eine zweite Urabstimmung (wie im April) soll es diesmal nicht geben. Die Zustimmung erfolge gewissermaßen mit jeder Unterschrift unter einem Arbeitsvertrag, Wolf gehe davon aus, dass die meisten das Angebot annehmen.