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20 Covid-Fälle bei Vollimmunisierten

05.05.2021 • 13:04 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Cleaning up patient´s arm for a vaccine
Cleaning up patient´s arm for a vaccine (c) AntonioDiaz – stock.adobe.com (Antonio Diaz)

20 Personen in Österreich haben sich trotz Vollimmunisierung infiziert.

Bei 20 Personen in Österreich ist bisher trotz einer Vollimmunisierung mit einer Corona-Schutzimpfung eine Covid-19-Erkrankung mit Symptomen aufgetreten. Insgesamt sind zehn Prozent der österreichischen Bevölkerung vollimmunisiert. Sechs Betroffene eines solchen „Impfdurchbruchs“ sind in der Folge verstorben, bei zwei weiteren wurde ein Krankenhausaufenthalt gemeldet, geht aus dem wöchentlichen Nebenwirkungsbericht des Bundesamts für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG) hervor. SARS-CoV-2-Infektionen ohne Erkrankungssymptome werden nicht mitgezählt.

Laut Impf-Dashboard des Gesundheitsministeriums hatten am 30. April 846.193 Menschen in Österreich eine zweite Dosis erhalten. Sieben Tage zuvor, am 23. April, waren es demnach 782.684. Dieser Zahl stehen in Relation die bisher 20 gemeldeten Fälle gegenüber, in denen die erhoffte Schutzwirkung ausgeblieben ist – in Prozent gemessen sind das übrigens 0,00236 Prozent.

Infektion trotz Impfung?

Die Impfung, und das betrifft alle in der EU zugelassenen Vakzine, schützt auch vor Infektion. Aber nicht zu hundert Prozent. Dass sich Menschen trotz Impfung anstecken ist klar und erwartbar, das Risiko sich nicht zu infizieren, liegt je nach Studie bei 67 bis 94 Prozent.

Das vorrangige Ziel der Impfung ist es, schwere Verläufe zu verhindern.

Ausbleiben der Impfwirkung melden

Das Ausbleiben einer Wirkung bei einer Impfung ist „besonders relevant und sollte in jedem Fall gemeldet werden“, betont das BASG – das kann hier erflogen. Die betroffene Person muss SARS-CoV-2 positiv getestet sein und zusätzlich Symptome wie z.B. Fieber, Kurzatmigkeit, Husten oder Geruchs- bzw. Geschmacksverlust haben. Eine Infektion ohne erkennbare Erkrankung wird laut BASG deshalb nicht als Impfdurchbruch eingestuft, da die aktuell zugelassenen Covid-19-Impfstoffe zur Verhinderung von Erkrankungen entwickelt wurden.

Im Fall von Covid-19-Impfstoffen sind für einen vollständigen Impfschutz herstellerabhängig ein bis zwei Dosen notwendig und danach muss eine gewisse Zeitspanne zur Entwicklung einer entsprechenden Immunantwort abgewartet werden. Eine auftretende Covid-19-Erkrankung wird dann als Impfdurchbruch gemeldet, wenn nach der zweiten Dosis ein Zeitraum von sieben Tagen bzw. nach der einzigen Dosis ein Zeitraum von 28 Tagen oder mehr verstrichen ist.

Alle gemeldeten Erkrankungsfälle von Geimpften betrafen bisher den Hersteller Biontech/Pfizer. Mit diesem Vakzin wurden allerdings auch die meisten Impfungen durchgeführt und mit AstraZeneca sind durch das längere Intervall bis zur zweiten Dosis erst vergleichsweise wenig Menschen in Österreich voll immunisiert. Bis zum Ende des Berichtszeitraums am 30. April waren 3.132.230 Impfungen im E-Impfpass eingetragen. 2.168.070 Dosen des Biontech/Pfizer-Vakzins, 287.555 von Moderna und 676.580 Einheiten von AstraZeneca wurden bis dahin verabreicht, hält das BASG fest.