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Auf die richtige Erde kommt es an

22.04.2021 • 10:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
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Rammel

Es braucht richtige Erde, um den Pflanzen gerecht zu werden.

Was ist gute Erde? Das ist auf den ersten Blick gar nicht so einfach festzustellen, denn Erden werden in den verschiedensten Qualitäten und Preisklassen angeboten. Wer es sich einfach machen will, könnte nach der Devise „gut ist teuer“ gehen. Meist nicht ganz unbegründet, denn gute Pflanzsubstrate enthalten hochwertige Ausgangsstoffe und auch wertvolle Langzeitdünger. Diese intelligenten Dünger verfügen über einen Nährstoffvorrat der zeitversetzt in kleinen Mengen abgegeben wird. Mit zunehmendem Wuchs wird mehr Dünger freigesetzt. Das entspricht unseren Pflanzen, dieser Service will jedoch bezahlt sein. Gut beraten ist man immer, wenn man sich auf Gärtnerqualität verlässt.

Zur richtigen Erde greifen. <span class="copyright">Rammel </span>
Zur richtigen Erde greifen. Rammel

Wertvolle Bestandteile

Gute Erden enthalten Ton. Der puffert Nährstoffschwankungen und verbessert das Wasserhaltevermögen. Allerdings sind tonhältige Erden etwas schwerer. Doch das erhöht bei Kübelpflanzen die Standfestigkeit. Hochwertige Gärtnererden sacken kaum zusammen. Sie behalten stets kleine Hohlräume, die sich beim Gießen mit Wasser füllen, dann aber wieder Raum für Luft schaffen. Das begünstigt den Gasaustausch im Wurzelraum und verhindert das Faulen von Wurzeln. In modernen Erden sorgen Holzfasern, Perlite, Rindenkompost und auch noch Torf für dieses Verhalten. Wobei der Torfanteil in den letzten Jahren stetig reduziert wurde.

Vorarlberger Gärtner bieten Bio-Erde ohne Torf an. <span class="copyright">Rammel</span>
Vorarlberger Gärtner bieten Bio-Erde ohne Torf an. Rammel

Bei der Bio-Erde ohne Torf der Vorarlberger Gärtner & Floristen wurde der Torf nun ganz weggelassen. In diesen neuen Blumen- und Gemüseerden kompensieren Holzfasern, Rindenkompost, Kokosfasern und Kompost in der richtigen Mischung die Eigenschaften von Torf.
Wie Tests im Vorjahr gezeigt haben, reicht die Qualität dieser Erde an die gewohnte Qualität torfhältiger Erden heran. Die Bio-Erde ohne Torf der Vorarlberger Gärtner entspricht den strengen Kriterien von Natur im Garten. Sie ist aber nicht nur für Naturgärtner eine Option. Mit ihr lassen sich Hochbeete auffüllen oder in Gefäßen aller Art schmackhafte Gemüse kultivieren.

Die Qualität der Erde ist für das Wachstum ausschlaggebend. <span class="copyright">Rammel</span>
Die Qualität der Erde ist für das Wachstum ausschlaggebend. Rammel

Mindere Qualität erkennen

Doch wie sind qualitativ hochwertige Erden für den Laien erkennbar beziehungsweise viel wichtiger, wie kann ausgeschlossen werden, dass es sich um schlechte Erde handelt?

Ein hoher Anteil grober Holzstücke lässt zum Beispiel auf mäßige Qualität der Erde schließen. Die Holzstücke stammen aus einer unvollständigen Kompostierung. Das Holz wird über den Sommer zwar von Pilzen und Mikroorganismen zersetzt, benötigt dazu aber zusätzlichen Stickstoff, der eigentlich für die Pflanzen gedacht war.

Kritisch sollte man auch bei Erden mit starkem Eigengeruch sein. Dieser kann von schlecht verrotteten Ausgangsstoffen stammen, aber auch von organischem Dünger. Am sichersten ist man, wenn man die Erde beim Gärtner kauft. Denn hier bürgt der Gärtner für die Qualität und weiß, was Pflanzen guttut.