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Beeriges für den Hausgarten

10.04.2021 • 17:46 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Stachelbeeren wachsen recht langsam. <span class="copyright">Harald Rammel</span>
Stachelbeeren wachsen recht langsam. Harald Rammel

Ist der Garten noch so klein, ein paar Beeren passen rein.

Ist der Garten noch so klein, ein paar Beeren passen rein. Dieser Zweizeiler birgt viel Wahrheit in sich. Denn Beerenobst in all seinen Facetten benötigt wirklich nicht viel Platz. Sogar auf dem Balkon oder der Dachterrasse lassen sich die Pflanzen in großen Töpfen ziehen. Beerensträucher sind außerdem pflegeleicht, wenn man ein paar grundlegende Punkte beachtet. Entscheidend ist die richtige Erde.

Die Johannisbeere rot. <span class="copyright">Harald Rammel</span>
Die Johannisbeere rot. Harald Rammel

Johannisbeeren

Am bekanntesten sind wohl die Johannisbeeren. Die saftigen Früchte leuchten Ende Juni am Strauch und warten auf die Ernte. Das ausgewogene Säure-Zucker-Verhältnis macht sie zu begehrten Naschfrüchten. Auch in der Küche sind diese Beeren vielfältig verwendbar.
Johannisbeeren bevorzugen leicht saure, humose Gartenböden. Ich empfehle die rotfruchtigen Sorten Rolan und Rovada. Beide sind außerordentlich ertragreich.
Die schwarzfruchtigen Sorten Cassia und Ben Lomond brauchen hingegen etwas mehr Platz. Der Rohgenuss bei schwarzen Johannisbeeren ist eher was für Liebhaber, zu Säften und Gelees verarbeitet sind sie jedoch wertvolle Vitaminspender.

„Beerensträucher sind pflegeleicht. Entscheidend ist jedoch die richtige Erde.“

Klaus Nemetz, Baumschule Hörbranz
Die Jostabeere. <span class="copyright">Harald Rammel</span>
Die Jostabeere. Harald Rammel

Kreuzung Josta

Josta ist eine Kreuzung zwischen Johannisbeere und Stachelbeere. Die Sträucher werden bis zu zwei Meter hoch, bleiben dabei stets gesund. Bei Josta und schwarzen Johannisbeeren ist es ratsam, je zwei Sorten nebeneinander zu pflanzen. Sie bestäuben sich gegenseitig, was den Fruchtansatz erhöht.

Die Stachelbeere. <span class="copyright">Harald Rammel</span>
Die Stachelbeere. Harald Rammel

Schön stachelig

Eng mit der Johannisbeere verwandt ist die Stachelbeere. Auch sie bevorzugen leicht saure Erde, bleiben aber kleinwüchsiger. Altbewährt sind die Sorten Hinnonmäki rot und gelb, weil sie unempfindlich gegen den Echten Mehltau sind. Das gilt auch für die grünfruchtige Sorte Invicta.
Wem diese Auswahl zu stachelig ist, greift zur stachellosen Captivator. Stachelbeeren wachsen recht langsam. Nach einigen Jahren nimmt man jährlich zwei bis drei ältere Zweige von der Strauchbasis an weg. Speziell bei Topf- und Trogpflanzen sollte man auf Wässern und gelegentliches Düngen nicht vergessen. Beerendünger mit ausreichend Kalium sind hier für alle Pflanzen zu empfehlen.

Die Himbeere. <span class="copyright">Harald Rammel</span>
Die Himbeere. Harald Rammel

Rote Leckerbissen

Nicht nur bei Kindern beliebt sind Himbeeren. Schon im Juni bringen die frühen Elida und etwas später Tulameen Früchte. Mit den Spätsorten Himbo-Top und Autumn Bliss verlängert man die Himbeer­ernte in den Herbst rein.
Die bogigen Triebe der Himbeeren muss man aufbinden. Sie lieben humose Böden und lockere Erde. Ein Platzwechsel im Garten ist bei Neupflanzungen wichtig.

Die Blaubeere. <span class="copyright">Harald Rammel</span>
Die Blaubeere. Harald Rammel

Saftige Blaubeere

Große Früchte erhält man ab Juni von Kulturheidelbeeren. Sie benötigen unbedingt saure Erde, am besten Moorbeet- oder Rhododendronerde. Eine Mulchschicht aus Tannennadeln bekommt den Pflanzen gut. Auch hier ist die Pflanzung von mehreren Sorten wichtig für eine gute Befruchtung.
Bluecrop und Duke blühen im April und reifen im Juli. Sie sind gute Partner im Beet.

Klaus Nemetz