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Kanzler Kurz sucht Kooperation mit Israel

28.02.2021 • 11:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Sebastian Kurz (ÖVP) und der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu
Sebastian Kurz (ÖVP) und der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu APA/DRAGAN TATIC

Kanzler Sebastian Kurz reist am 4. März zu Premierminister Netanjahu.

Nach der grundsätzlichen Einigung der Staats- und Regierungschefs auf einen europäischen Grünen Pass, der Getesteten, Genesenen und Geimpften das Reisen erleichtern soll, will Bundeskanzler Sebastian Kurz nach eigenen Worten jetzt Druck für dessen Umsetzung machen. „Wir wollen so rasch wie möglich wieder zurück zur Normalität“, sagte Kurz nach dem Videogipfel am Freitag zu österreichischen Journalisten.

Israel ist für den Kanzler großes Vorbild bei der Bekämpfung des Virus. Gemeinsam mit der dänischen Regierungschefin Mette Frederiksen wird Kurz am kommenden Donnerstag zu Ministerpräsident Benjamin Netanjahu nach Jerusalem reisen, um auf trilateraler Ebene eine enge Kooperation zur Erforschung und Produktion von Impfstoffen und Medikamenten zu vereinbaren.

Kräfte sollen gebündelt werden

„Es geht darum, hier unsere Kräfte zu bündeln“, sagte Kurz. Mit der Impfung werde man im Sommer zur Normalität zurückkehren. „Aber die Pandemie wird uns mit verschiedenen Mutationen noch lange beschäftigen“, so der Kanzler. Ziel müsse es sein, bestehende Impfstoffe und Therapien möglichst schnell an die Varianten anzupassen oder rasch neue Vakzine zu produzieren – und dies möglichst eigenständig, erklärte Kurz. Dazu werde er in den kommenden Tagen Gespräche mit heimischen Wissenschaftlern und Pharmaunternehmen führen.

Österreich ist mit Dänemark und Israel in der Gruppe der „First Mover“-Länder, die die erste Corona-Welle gut gemeistert hatten, wenngleich auch sie später hohe Infektionszahlen verzeichneten.