Allgemein

Bauarbeiter brauchten keine FFP2-Maske

07.02.2021 • 12:37 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Bauarbeiter brauchten keine FFP2-Maske

Am Arbeitsplatz reiche ein normaler Mund-Nasen-Schutz.

Das Gesundheitsministerium weist Behauptungen, dass Bauarbeiter im Freien künftig FFP2-Masken tragen müssen, zurück. Allerdings gelte am Arbeitsplatz – auch im Außenbereich – grundsätzlich das Tragen von herkömmlichem Mund-Nasen-Schutz, hieß es in einer Stellungnahme des Ressorts gegenüber der APA am Samstag. Kritik an der Maskenpflicht für Bauarbeiter hatte etwa die Wirtschaftskammer geübt.

FPÖ-Klubchef Herbert Kickl bezeichnete es in einer Aussendung am Samstag als „Schildbürgerstreich“, dass Bauarbeiter „ihre schwere Arbeit jetzt mit FFP2-Masken verrichten sollen“ – dies sei eine „reine Schikane“.

Im Gesundheitsministerium widerspricht man: Entgegen anderslautender Gerüchte halte man fest, dass es „keine Verpflichtung für FFP2-Masken am Arbeitsplatz, weder in geschlossenen Räumen noch im Außenbereich“, gebe. FFP2-Masken seien nur dann vorgesehen, wenn Arbeitnehmer mit Kundenkontakt, die den Berufsgruppentests unterworfen sind – also etwa Lehrer – die Testung verweigern. Allerdings gilt die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes, also einer einfachen Maske, am Arbeitsplatz auch draußen: Dies sei notwendig, weil etwa in Gartencentern mit Freibereich neben den Kunden auch Mitarbeiter eine Maske tragen müssen, argumentierte man im Gesundheitsministerium auf Nachfrage. Das betrifft eben auch Bauarbeiter.

Die Bundessparte Gewerbe und Handwerk in der Wirtschaftskammer hatte das bereits am Freitag kritisiert. Die Vorgabe sei angesichts des deutlich geringeren Infektionsrisikos bei Arbeiten im Freien und des Mindestabstandes von zwei Metern „völlig überzogen„, befand Spartenobfrau Renate Scheichelbauer-Schuster. „Baustellen-Mitarbeiter werden dadurch massiv beeinträchtigt, insbesondere jene, die besonders schwere körperliche Tätigkeiten verrichten.“

FPÖ-Klubchef Kickl stößt sich unterdessen auch daran, dass nun doch auch im Supermarkt pro Kunde 20 Quadratmeter an Fläche zur Verfügung stehen müssen und nicht wie bisher 10 Quadratmeter. Das sei „der ultimative Beweis dafür, wie weltfremd die Regierung geworden ist“.