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Lawinengefahr im Westen bleibt groß

16.01.2021 • 15:34 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
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Experten rufen zu großer Vorsicht auf. APA/EXPA/JFK

Lage hat sich beruhigt. Lawinengefahr bleibt dennoch hoch.

Nach den Schneefällen der vergangenen Tage hat sich die Lage in Tirol und Vorarlberg am Samstag bei meist strahlendem Sonnenschein beruhigt. Weiter hoch bleibt in beiden Bundesländern aber die Lawinengefahr, Experten rufen zu großer Vorsicht auf. Auch die Arlbergbahnstrecke bleibt bis voraussichtlich Samstagabend gesperrt, ein Schienenersatzverkehr wurde eingerichtet.

„Der erste Schönwettertag nach ergiebigem Neuschneezuwachs erfordert defensives Verhalten und große Zurückhaltung!“, mahnte die Vorarlberger Landeswarnzentrale am Samstag in einer Aussendung zur Vorsicht. Die Lawinengefahr ist oberhalb etwa 1.600 Metern in Vorarlberg und Tirol groß bei Warnstufe vier – der zweithöchsten Lawinenwarnstufe. Auch spontane und große Lawinen sind möglich. Zudem besteht aufgrund der großen Schneelast auch in tieferen Lagen Gefahr etwa durch herabfallende Äste.

Verkehrslage beruhigt sich

Beruhigt hat sich die Lage indes auf den Straßen. Die Vorarlberger Arlberg-Orte Stuben, Zürs und Lech waren am Samstagmittag auf dem Straßenweg wieder erreichbar, ebenso Warth und die Ortschaften im hinteren Montafon, deren Straßenzufahrten am Freitag gesperrt worden waren. Weiterhin blieben aber einige Straßen wegen der großen Schneemengen gesperrt – vor allem in höher gelegenen Gebieten, wegen der Gefahr des Schneebruchs aber auch im Rheintal. Auch in Tirol waren die am Freitag abgeschnittenen Orte wie Sölden im Ötztal oder St. Christoph am Arlberg am Samstag wieder erreichbar.

Arlbergstrecke bleibt gesperrt

Weiter unterbrochen bleibt bis voraussichtlich Samstagabend die Arlbergbahnstrecke zwischen Landeck-Zams und Bludenz. Ein Schienenersatzverkehr wurde von den ÖBB eingerichtet. Ebenfalls weiter nicht möglich ist der Zugverkehr zwischen Feldkirch und Buchs (CH), hier ist auch der Schienenersatzverkehr nur begrenzt möglich. Der Zugverkehr zwischen Innsbruck und Matrei am Brenner wird eingeschränkt wieder geführt, es kommt zu Zugausfällen und Verspätungen.

Neuschneemengen „ungewöhnlich“

Die Neuschneemengen von Donnerstag und Freitag waren laut Angaben der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) für Vorarlberg „ungewöhnlich“. Mehr Neuschnee in 24 Stunden als am Freitag gab es an der ZAMG-Wetterstation in Feldkirch seit Messbeginn im Jahr 1896 erst drei Mal. In Bregenz, wo es seit 1980 tägliche Aufzeichnungen gibt, fiel nur ein einziges Mal mehr Neuschnee als am 15. Jänner 2021. Für Sonntag sind weitere Schneefälle prognostiziert.

APA