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Kult-Schuhmarke erwägt Börsengang

11.01.2021 • 13:27 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Kult-Schuhmarke Doc Martens will an die Börse
Kult-Schuhmarke Doc Martens will an die Börse Doc Martens

Britische Schuhmarke Dr. Martens erwägt Börsengang in London.

Die britische Schuhmarke Dr. Martens («Doc Martens») erwägt einen Börsengang in London. Dabei würden die Beteiligungsfirma Permira und andere Altaktionäre Anteile abgeben, teilte das durch seine charakteristischen Stiefel mit Gummisohle und gelben Nähten bekannte Unternehmen mit.

Neue Aktien aus einer Kapitalerhöhung sollten nicht verkauft werden. Am Ende solle das Unternehmen auf einen Streubesitz von mindestens 25 Prozent kommen.

Die mit dem gelben Nähfaden

Die Dr. Martens wurden von dem deutschen Arzt Klaus Märtens entwickelt, dem sie ihren Namen verdanken. Klaus Märtens, der als Arzt in der Wehrmacht gedient hatte, konstruierte die ersten Prototypen 1945, wenige Wochen nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Dabei wollte er stabile Schuhe entwickeln, die eine weniger harte Schuhsohle haben als die konventionellen Sicherheitsstiefel, die er als Arbeiter tragen musste.

Am 1. April 2003 wurden die Fabriken von Dr. Martens AirWair in England geschlossen, womit über tausend Angestellte ihre Arbeit verloren. Alle Dr. Martens AirWair-Schuhe und -Stiefel werden in Vietnam, China und Thailand produziert.

Seit 2007 gibt es unter dem Namen „The Vintage Collection“ eine Neuauflage klassischer Dr.-Martens-Schuhe, die in England hergestellt werden. Die Schuhe der „The Vintage Collection“ sind nicht mit den vor 2003 gefertigten Schuhen identisch. Der Verkaufspreis dieser Exemplare ist um einiges höher als der der regulären Schuhe.

AirWair International/R. Griggs Group Limited wurde im Oktober 2013 vom Finanzinvestor Permira übernommen.

Permira hatte Dr. Martens 2014 für 380 Millionen Euro gekauft. Zuletzt stiegen die Umsätze um jährlich 20 bis 30 Prozent. Im vergangenen Geschäftsjahr lag der Umsatz bei 672 Millionen Pfund (744 Millionen Euro).