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Intensivpatient aus Montenegro

27.12.2020 • 11:39 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Klinikum Klagenfurt Altbau
Klinikum Klagenfurt Altbau (c) Weichselbraun Helmuth

Montenegro schickte bereits im April einen Patienten nach Kärnten.

Österreich übernimmt die Betreuung eines Corona-Intensivpatienten, der Samstagmittag aus Montenegro eingeflogen wurde. Das ließ Außenminister Alexander Schallenberg am frühen Nachmittag wissen. Er hatte den Ländern am Westbalkan bereits im April angeboten, Corona-Patienten, die eine Intensivbetreuung brauchen, in heimischen Spitälern zu behandeln. Montenegro hatte das Angebot bereits damals angenommen, nun wird zum zweiten Mal ein Patient nach Österreich gebracht. Kärnten hatte eine Aufnahme angeboten.

Rasche Hilfe und Solidarität mit Montenegro sind für uns eine Selbstverständlichkeit. Auch in Zeiten der Krise steht Österreich seinen Partnern am Westbalkan zur Seite. Mein aufrichtiger Dank gilt dem Land Kärnten und dem Klinikum Klagenfurt am Wörthersee, das sich sofort bereit erklärt hat, die intensivmedizinische Betreuung des Patienten zu übernehmen“, erklärte Außenminister Schallenberg.

Der Patient, ein 46-jähriger Mann, wurde in einem Ambulanzflugzeug von Podgorica nach Klagenfurt geflogen und in das Klinikum Klagenfurt am Wörthersee gebracht. Begleitet wurde der Patient von zwei montenegrinischen Ärzten und einer Pflegekraft.

Bereits Ende April wurde ein Covid-19-Intensivpatient aus Montenegro in Österreich behandelt. Der 52-jährige Arzt wurde am Klinikum Graz intensivmedizinisch betreut. Der Patient war in einem sehr kritischen Zustand und verstarb.