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Mali: Soumaïla Cissé gestorben

25.12.2020 • 17:49 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
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Oppositionspolitiker Soumaïla Cissé ist am Freitag in Paris gestorben.

Der prominente malische Oppositionspolitiker Soumaïla Cissé ist nach Angaben seiner Partei gestorben. Er sei am Freitag in Paris gestorben, teilte Demba Traoré von der Partei Union für die Republik und die Demokratie (URD) mit, die von Cissé geleitet wurde. Die Todesursache war zunächst unklar.

Cissé wurde im März, während des Wahlkampfes für die Parlamentswahl in dem westafrikanischen Land, entführt und erst im Oktober wieder freigelassen. Vermutet wird, dass islamistische Terroristen dahinter steckten. Der Oppositionspolitiker bewarb sich mehrmals für das Präsidentenamt, zuletzt 2018, verlor aber jeweils in der zweiten Runde der Abstimmungen. Er war unter anderem Finanzminister. Cissé war viele Jahre der stärkste Gegner von Präsident Ibrahim Boubacar Keïta, der im August diesen Jahre vom Militär gestürzt wurde.

In Mali – sowie anderen Ländern der Sahelzone – sind etliche bewaffnete Gruppen aktiv, einige haben den Terrorgruppen Islamischer Staat (IS) oder Al-Kaida die Treue geschworen. In dem Land sind ein EU-Einsatz zur Ausbildung der Streitkräfte sowie eine UN-Militärmission tätig, an denen sich auch Deutschland beteiligt.

DPA