Allgemein

Vergewaltigung bei Polterabend

21.12.2020 • 11:11 Uhr / 1 Minuten Lesezeit
Der Angeklagte im Gespräch mit seinem Verteidiger Hans Gradischnig
Der Angeklagte im Gespräch mit seinem Verteidiger Hans Gradischnig KLZ/Habich

Bräutigam habe eine 16-Jährige an seinem Polterabend vergewaltigt.

„Schuldig“ – So lautete am Montag der Spruch des Schöffensenates unter Vorsitz von Richter Gernot Kugi am Landesgericht Klagenfurt für einen 30 Jahre alten Kärntner. Er wurde zu sechs Jahren Haft verurteilt.

Dem Mann, er war Mitglied einer Freiwilligen Feuerwehr, war zur Last gelegt worden, an seinem Polterabend in einem Gasthaus-WC eine damals 16-jährige Kameradin vergewaltigt zu haben. Der Angeklagte hatte stets von „einvernehmlichen Sex unter starker Alkoholeinwirkung beider Beteiligten“ gesprochen. Auch am Montag blieb er bei dieser Verantwortung.

Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Hans Gradischnig, Verteidiger des Angeklagten, meldete umgehend Nichtigkeit und Berufung an, Staatsanwalt Julius Heidinger gab keine Erklärung ab.