Allgemein

100 neue Naturgärten in Vorarlberg

19.12.2020 • 17:56 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
<span class="copyright">Mathis</span>Die stolzen Naturgarten-Besitzer Sigi und Edith Wohlgenannt mit den Verantwortlichen.
MathisDie stolzen Naturgarten-Besitzer Sigi und Edith Wohlgenannt mit den Verantwortlichen.

Familie Wohlgenannt aus Dornbirn mit Gartenplakette belohnt.

Am 15. Dezember 2020 wurde der 100. Garten vom „Natur im Garten“-Team Vorarlberg in diesem Jahr ausgezeichnet. Sigi und Edith Wohlgenannt in Dornbirn-Hatlerdorf erhielten dazu Besuch einer honorigen Delegation.
„Gärtnern im Einklang mit der Natur ist aktiver Umweltschutz“, weiß Markus Amann, Landesobmann des Verbandes Obst- und Gartenkultur Vorarlberg. „Natürliche Prozesse und Kreisläufe im eigenen Garten kennenzulernen, zuzulassen und zu unterstützen, bringt Leben und Vielfalt in unsere Gemeinden.“

Eine Idee setzt sich durch

Die Idee, naturnah zu gärtnern, ist nicht ganz neu. Vor 20 Jahren formierte sich in Niederösterreich der Gedanke und zieht mittlerweile immer größere Kreise in Europa. Seit einem Jahr nimmt sich der OGV in Vorarlberg der Sache an. Auf Anfrage entsendet er Naturgartenberater, deren Aufgabe es ist, umweltfreundliche Tipps für den Hausgarten zu geben. Entspricht ein Hausgarten den ökologischen Vorgaben, wird er mit der Gartenplakette ausgezeichnet.
„Wir gärtnern schon ein Leben lang möglichst frei von Chemie. Da war es nur mehr ein kleiner Schritt, sich der „Natur im Garten“-Bewegung anzuschließen und das auch plakativ zu zeigen“, erläuterte Sigi Wohlgenannt, seines Zeichens Obmann des OGV Dornbirn.

Die Besitzer und der Experte. <span class="copyright">Mathis</span>
Die Besitzer und der Experte. Mathis

Den formalen Akt der Gartenbewertung bei Familie Wohlgenannt vollzog Tobias Gabriel. Der junge Hörbranzer verinnerlichte die Idee des ökologischen Gärtnerns. Er ist einer der zehn Berater, die der OGV für Vorarl­berg aufbietet. Gabriel ließ sich von den stolzen Gartenbesitzern herumführen und registrierte vorhandene Naturgartenelemente.
„Wichtig für uns ist der Verzicht auf chemischen Pflanzenschutz, Kunstdünger und Torf im Garten, da all diese Dinge ökologisch bedenklich sind“, erklärt der Juror. „Finden wir zusätzlich wertvolle Refugien wie Teiche, Trockensteinmauern, Wildhecken, heimische Gehölze, funktionierende Kompostwirtschaft, begrünte Dachflächen in den Gärten sowie Unterschlupf für Wildbienen und Amphibien, hat man die Plakette schon so gut wie sicher.“

Stetig steigendes Interesse

Das können die inzwischen 400 Naturgartenbesitzer im Land bestätigen. Die Vielfalt der umweltfreundlichen Grünanlagen wird unter www.ogv.at/naturimgarten vorgestellt. Dort können sich alle Naturgartenfreunde einreihen. „Falls jemand ebenfalls schon naturverbunden gärtnert oder das zukünftig tun möchte, soll er sich für die Gartenplakette beim OGV anmelden. Der OGV berät gerne. Für 2021 werden verschiedene Kurse und Vorträge zum naturnahen Gärtnern vorbereitet, Näheres finden Interessierte unter www.ogv.at“, appelliert Harald Rammel als verantwortlicher Koordinator der Initiative „Natur im Garten“.