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Frau wegen Mordversuchs angeklagt

14.09.2020 • 15:28 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

51-Jährige muss sich ab Dienstag vor dem Landesgericht Feldkirch verantworten.

Der Frau wird vorgeworfen, im Herbst vergangenen Jahres ihren 82-jährigen Vermieter mit Medikamenten vergiftet zu haben. Im Blut des Mannes wurde eine Überdosis an Schmerzmitteln festgestellt. Die 51-Jährige hätte nach dem Tod des Mannes unter anderem zwei Häuser geerbt.

Bekannte schlugen nach einem Besuch im vergangenen Herbst Alarm, weil ihnen der Gesundheitszustand des pensionierten Landwirts so bedenklich erschien. Im Krankenhaus wurden unter anderem eine hochgradige Bewusstseinseinschränkung und eine Lungenentzündung diagnostiziert. In der Folgezeit erholte sich der Senior gesundheitlich wieder.

Die 51-Jährige war Mieterin bei dem 82-Jährigen und ging ihm im Alltag zur Hand. Das Vertrauen war so groß, dass der 82-Jährige sie und ihren Sohn als seine Erben einsetzte. Seine Angehörigen wären im Falle seines Todes leer ausgegangen.

Angeklagte leugnet Vergiftung

Zwar bestreitet die 51-Jährige eine Vergiftung des Bregenzerwälders, den Ermittlungen des Landeskriminalamts zufolge recherchierte sie aber im Internet, welche Medikamente tödlich wirken und doch nicht nachweisbar sind. Der Polizei gegenüber rechtfertigte sie sich damit, dass sie habe Suizid begehen wollen. Darüber hinaus existiert ein schriftlicher Austausch zwischen der Angeklagten und ihrem Lebensgefährten, in dem sie sich das gemeinsame Leben nach dem Tod des 82-Jährigen in den schönsten Farben ausmalte. Die 51-Jährige sitzt seit 16. Oktober 2019 in Untersuchungshaft.

Der Prozess unter dem Vorsitz von Richter Richard Gschwenter startet am Dienstag (9.30 Uhr) und ist auf drei Tage angesetzt. Mit einem Urteil ist am Donnerstagnachmittag zu rechnen.