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Hacker will Coronatest an den Grenzen

31.07.2020 • 14:10 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Peter Hacker
Peter Hacker APA/HERBERT NEUBAUER

Grenzen: Im Zuge der Corona-Schutzmaßnahmen gibt es heftige Kritik.

Zum einen wird bemängelt, dass die Qualität der von Einreisenden mitgebrachten Tests nicht gewährleistet und die auszufüllenden Quarantäne-Erklärungen teils völlig unleserlich seien. Der Wiener Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) spricht sich für kostenlose Coronatests an Österreichs Grenzen aus.

Urlaubsrückkehrer, unabhängig von ihrer Nationalität und davon, ob sie aus Ländern mit Reisewarnung kommen, sollen nach dem Vorbild Deutschlands kostenlos auf Covid-19 getestet werden. „Damit soll die Qualität der Tests gewährleistet sein, die wir in Österreich gewohnt sind“, sagte Hacker im Ö1-„Morgenjournal“ am Freitag. Momentan sei es so, dass man da „aus irgendwelchen Fremdsprachen, aus irgendwelchen Ländern mit irgend einem Zettel daher kommen kann und sagen kann, das ist jetzt ein geprüfter Covid-Test aus der Ukraine oder aus Bulgarien oder aus der Türkei und ein 18-jähriger junger Mann soll entscheiden, ob das ein gültiges, qualitätsgesichertes Covid-19-Testergebnis ist. Das halte ich für eine Augen-Auswischerei. Wenn wir das ernst nehmen, dann müssen wir es in dem Qualitätsniveau, in dem wir es gewohnt sind, machen.

Qualität der Gesundheitsnachweise mangelhaft

Das gleiche Problem gebe es auch mit den Formularen, die Einreisende aus den Risikogebieten ohne Gesundheitszeugnis ausfüllen müssen, wonach sie sich in Quarantäne begeben und den Coronatest binnen 48 Stunden nachholen. „Im Augenblick verlangt ein 18-jähriger Wehrdiener von Menschen selbst einen Zettel auszufüllen, die bekommen keine Kopie, unterschreiben aber, dass sie einverstanden sind in Quarantäne zu gehen. Das können sie niemanden zeigen, auch ihrem Arbeitgeber nicht zeigen. Und von einigen ganz wenigen Bezirkshauptmannschaften bekommen wir im Augenblick Fotokopien von diesen Zetteln und da steht manchmal nur der Vorname drauf, eine Adresse, die nicht leserlich ist, ein Geburtsdatum, das keiner kennt. Also da muss die Qualität dramatisch schnell wesentlich besser werden“, so Hacker.

Der Stadtrat bekräftigte zudem, dass die geplante Corona-Ampel für ganz Wien gelten und nicht in Bezirke unterschieden werden soll.