Allgemein

Lotto-Millionär aus dem Ländle

29.06.2020 • 12:20 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Der Dreifachjackpot wurde geknackt. <span class="copyright">APA/GEORG HOCHMUTH</span>
Der Dreifachjackpot wurde geknackt. APA/GEORG HOCHMUTH

Normalschein mit zwölf Tipps ausgefüllt und 1,6 Millionen Euro gewonnen.

Den Jackpot knacken, Millionen gewinnen, ein unbeschwertes Leben führen und sich die sehnlichsten Wünsche erfüllen können – davon träumt Woche für Woche ein jeder Lottospieler. Für einen Vorarlberger ist dieser Traum vom schnellen Geld am vergangenen Sonntag Wirklichkeit geworden. Mit der Zahlenkombination 10, 16, 28, 31, 36, 37 und 33 hat er den Dreifach-Jackpot geknackt und darf sich nun über exakt 1.641.680,80 Millionen Euro freuen.  Der glückliche Gewinner dürfte seinen Schein gleich gestern Abend kontrolliert haben, jedenfalls gab er seinen Gewinn tags darauf bei den Österreichischen Lotterien bekannt. 

Zweiter Ländle-Lottosechser dieses Jahr.

Er hat sich heute früh bei uns gemeldet“, bestätigt Lotterien-Sprecher Günter Engelhart auf NEUE-Anfrage. Bei dem Gewinner handle sich um einen Mann mittleren Alters. Der Neo-Millionär tippte die „sechs Richtigen“ per Normalschein. „Er gab zwölf Tipps ab, der sechste war der richtige“, lässt Engelhart wissen. Wo der Mann seinen Schein aufgab, verrät der Lotterien-Sprecher nicht. Nur so viel: In der Landeshauptstadt Bregenz habe er nicht gespielt. 

Den Jackpot teilt sich der Gewinner aus dem Ländle mit einem Niederösterreicher, der ebenfalls die richtigen Zahlen angekreuzt hatte. Laut Engelhart ist es der zweite Lottosechser in Vorarlberg in diesem Jahr. Der Gewinner vom 8. März musste sich allerdings mit nicht einmal einem Drittel der nunmehr zur Auszahlung kommenden 1,6 Millionen Euro zufrieden geben.

Betreuer für Großgewinner

In den nächsten Tagen wird sich der Gewinner mit dem sogenannten „Großgewinnbetreuer“ treffen. Die Wahl des Treffpunkts ist laut Engelhart ganz dem Lottomillionär überlassen. „Manche wollen, dass man sie zu Hause besucht, andere kommen lieber nach Wien“, erzählt Engelhart. Nur eines sollte der Glückspilz nicht vergessen: Seine Originalquittung. Erst wenn er diese an den Betreuer übergibt, wird sein Gewinn offiziell bestätigt. Und was passiert, wenn man die Quittung verliert? „Dann wird es schwierig. Man muss dann jedenfalls glaubhaft machen, wo und wann genau der Lottoschein aufgegeben wurde.“ Laut Engelhart habe es derartige Kulanzzahlungen bereits gegeben. Darüber hinaus lotet der Großgewinnbetreuer, der eine psychologische Ausbildung hat, je nach Bedarf die persönliche Situation des Gewinners aus und klärt die wichtigsten Fragen vorab: Wer darf vom Gewinn wissen, ist man geübt im Umgang mit Geld und was will man mit dem Gewinn machen? „Wenn sich jemand zum Beispiel einen Ferrari kaufen möchte, rät er, zuerst ein Wochenende ein solches Fahrzeug auszuleihen, um zu testen, ob das wirklich etwas für ihn ist“, schildert Engelhart.

Etwa 80 bis 90 Prozent würden sich von Großgewinnbetreuern beraten lassen. Jeder mit einem Gewinn über 80.000 Euro hat Anspruch darauf. Der Betreuer darf allerdings nur Empfehlungen abgeben, er ist kein Anlageberater.

APA