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Züge fahren wieder nach Italien

18.06.2020 • 11:26 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Der Bahnreiseverkehr wird wieder internationaler
Der Bahnreiseverkehr wird wieder internationaler APA/AFP/ALEX HALADA

Behördliche Auflagen müssen erfüllt werden.

Mit der Erweiterung der Reisefreiheit wird auch der Bahnverkehr schrittweise das Verkehrsangebot im grenzüberschreitenden Verkehr wiederaufgenommen. Das erfolge aufgrund der aktuellen Lage unter Einhaltung der behördlichen Auflagen, betonen die ÖBB und rät Kunden, sich im Vorfeld der Reise über Reiseverbindungen und die damit geltenden Bestimmungen in den der jeweiligen Ländern zu informieren.

Am 16. Juni wurde der grenzüberschreitende Zugverkehr der Micotra-Regionalzüge zwischen Villach Hbf und Udine bzw. an Wochenenden von und nach Triest wieder aufgenommen. Diese erschließen den Alpe-Adria Cicolvia und den Save-Radweg.

Ab 20. Juni 2020 verkehrt die S-Bahn zwischen Lienz und San Candido/Innichen wieder mit ihrem planmäßigen Stundentakt. Die Züge enden und beginnen jedoch in San Candido/Innichen und werden derzeit noch nicht bis Franzensfeste durchgeführt.

Noch nicht in Verkehr gesetzt werden die Fahrradzüge zwischen Lienz und San Candido/Innichen. Es werden jedoch täglich bei zumindest zehn S-Bahnzügen verstärkte Kapazitäten für den Fahrradtransport von Lienz nach San Candido/Innichen angeboten

Ab 22. Juni 2020 kann auch Venedig mit den Railjets der ÖBB zweimal täglich wieder erreicht werden. Ebenfalls ab 22.06.2020 wird der Nahverkehr über Prevalje sowie der Nah- und Fernverkehr über Jesenice von und nach Slowenien und der dahinter gelegenen Länder wiederaufgenommen. Ab 4. Juli 2020 sollen laut ÖBB durchgehende Nahverkehrszüge von Lienz nach Franzensfeste angeboten werden.

Benützungsbedingungen

In Österreich gilt im öffentlichen Verkehr und auch in den Micotra-Zügen die Tragepflicht der MNS-Masken. Aufgrund italienischer Behördenvorgaben müssen jedoch am italienischen Abschnitt von und nach Tarvisio/Bocoverde bis auf weiteres verpflichtende Maßnahmen und Regeln eingehalten werden:

Eigens definierte und gekennzeichnete Türen für Ein- und Aussteiger
um 50% reduzierte Sitzplatzkapazität aufgrund der Abstandsregelung
MNS-Masken verpflichtend für Reisende und Bordpersonal
garantierte tägliche Desinfektion aller Wagen des Zuges
Einhaltung des Mindestabstandes für alle Nutzer der betreffenden Züge und Kontrolle des Sicherheitsabstandes während der Fahrt durch das Bahnpersonal.

Reservierung von Sitzplätzen nötig

Diese Bestimmungen verringert die Kapazität der Micotra-Züge von rund 240 auf 120 Reisende, die mit oder ohne Fahrrad die Züge benutzen wollen. Aufgrund dieser Umstände ist eine verpflichtende Reservierung vor Fahrtantritt für den Streckenabschnitt Tarviso/Boscoverde von und nach Udine/Triest unbedingt erforderlich.

Keine Reservierung ist auf dem Streckenabschnitt zwischen Villach Hbf und Tarvisio/Boscoverde notwendig.

„Speziell bei der Rückfahrt von Italien nach Österreich kann ohne Reservierung eine Mitfahrt nicht garantiert werden“, betonen die ÖBB. Das elektronische Reservierungssystem über den ÖBB Ticketshop werde ab Anfang Juli 2020 zur Verfügung stehen. Bis dahin können Reservierungen durch unsere Kundinnen und Kunden via Mail an train.micotra@pv.oebb.at gesendet werden. Als Rückmeldung wird eine schriftliche Bestätigung übermittelt, die dem Bordpersonal mit der Fahrkarte vorzuweisen ist.

ÖBB: Heute. Für morgen. Für uns.

Schon heute bringen die ÖBB als umfassender Mobilitätsdienstleister jährlich 477 Millionen Fahrgäste und 105 Millionen Tonnen Güter umweltfreundlich ans Ziel. Besonders klimaschonend sind die Bahnreisenden unterwegs. Denn 100 Prozent des Bahnstroms stammen aus erneuerbaren Energieträgern. Die ÖBB gehörten 2019 mit rund 96 Prozent Pünktlichkeit zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Mit Investitionen in die Bahninfrastruktur von über zwei Milliarden Euro jährlich bauen die ÖBB am Bahnsystem für morgen. Konzernweit 41.904 MitarbeiterInnen bei Bus und Bahn sowie zusätzlich rund 2.000 Lehrlinge sorgen dafür, dass täglich rund 1,3 Millionen Reisende sicher an ihr Ziel kommen. Die ÖBB sind das Rückgrat von Gesellschaft und Wirtschaft und sind Österreichs größtes Klimaschutzunternehmen. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.